Zeit ist Geld?!
Kennen Sie das? Endlich mal freie Zeit, ein Wochenende ohne Verpflichtungen, ein plötzlich frei gewordener Nachmittag – und was geschieht? Man vertrödelt die Zeit einfach. Oder das Phänomen, das vieles erst dann fertig wird, wenn es denn fertig sein muss. Bzw. Aufgaben umso länger dauern, je mehr Zeit Sie hierfür haben.
Mit guten Vorsätzen lässt sich dies alles in den Griff bekommen. Behaupten zumindest Ratgeber in Buchform und Zeitmanagementtrainer. Dabei sind Vorsätze so ziemlich die schlechtesten Motivatoren für unser Gehirn. Und so kommen auch immer wieder Menschen ins Coaching mit dem Wunsch, ihr Zeitmanagement zu optimieren oder die Hürden aus dem Weg zu räumen, die sie vermeintlich behindern.
Wann aber vergessen wir die Zeit um uns herum oder investieren all unsere Kraft in ein Vorhaben / Projekt? Erst wenn das Belohnungssystem des Gehirns anspringt, bleiben wir am Ball. Also arbeiten wir mit Gesprächspartnern im Coaching auch genau daran.
Wie?
Als erstes benötigt es einen ganz eigenen und persönlich verheißungsvollen Zustand, der angestrebt wird. Diesen gilt es im Kopf derart fest zu verankern, das mein Gegenüber schon jetzt emotional erlebt, wie er/sie sich dann fühlen wird. Dieser Vorgeschmack kann zukünftig immer dann aktiviert werden, wenn der Verstand auf Ablenkungen reagieren will.
Außerdem braucht es dann auf dem Weg immer wieder auch kleinere Erfolgserlebnisse/Belohnungen. Denn kurzfristiges Wohlgefühl mag das menschliche Gehirn außerordentlich. Wer also zu genießen versteht und sich selbst gern bei (auch kleinen) Freuden erwischt, wird auf Dauer besser mit den Anforderungen des Alltags und vermeintlich zu wenig Zeit umgehen können.
Dazu gehört letztlich dann auch, sich nicht nur für, sondern auch gegen etwas entscheiden zu können. Wer verzichten kann (auf Aktivität, Geschäftigkeit, Erreichbarkeit etc.) bzw. etwas unterlassen kann wird stattdessen eine andere Aktivität richtig genießen können.
Fragen Sie sich doch mal selbst einen Tag lang bei allem, was Sie tun:
- Wem nutzt das, was ich tu?
- Was geschieht, wenn ich es lasse?
Wer sich von diesen Impulsen inspiriert fühlt, ist herzlich eingeladen, dies im Coaching zu intensivieren.
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Autor
Stephan Stockhausen
Veröffentlicht
18. November 2010
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Marko Lasnia am 29. November 2010:
Bei deinem Bericht muss ich dir zu 100 % Recht geben.