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Was eine Coachingausbildung wirklich braucht.

Was eine Coachingausbildung wirklich braucht.

Der Markt der Coachingausbildungen ist schwer zu überblicken. Es gibt diverse Hilfsmittel, die dem interessierten Kunden die Entscheidung für „die richtige“ Ausbildung erleichtern sollen (Fragen Sie einfach mal das Internet, wie Sie den richtigen Anbieter finden.). Dies ist eine Anleitung der anderen Art.

Es ist „der Sonntag danach“. Ein gemeinsamer Weg hat gestern sein Ziel erreicht und eine achtköpfige Ausbildungsgruppe feierte eine emotionale Zertifizierung. Wie schon während der Monate der Zusammenarbeit hat mich dabei der Umgang miteinander und das jeweilige persönliche Wachstum und Zulassen-Können berührt und bewegt.

Alles Gefühlsduselei?
Mitnichten.
Zurückblicken konnten wir heute auf intensive, manchmal auch unangenehme und konfliktgeladene Momente des Coach-Werdens. Dass dazu Methoden und Modelle, ein stimmiges Trainingskonzept, erfahrene Trainer, eine stimmige Arbeitsatmosphäre usw. gehören – das ist bekannt und in etlichen Ratgebern zur Anbieterwahl beschrieben.

Was eine Coachingausbildung aber wirklich braucht, sind Menschen, die

  • Mut zur Auseinandersetzung haben,
  • Kreativität entdecken wollen,
  • sich auf Konflikte einlassen und an ihnen wachsen,
  • Humor und Ernsthaftigkeit für sich ergänzende Tugenden halten,
  • ehrlich und wertschätzend miteinander umgehen,
  • ihre Lebenserfahrung mitbringen und sich zugleich „auf dem Weg“ fühlen,
  • Feedback für ein Geschenk halten, mit dem man immer wächst,
  • wissen, dass erst die Haltung jede Methode zur Entfaltung bringt.

Liest sich komisch – ist aber so.
Klären Sie als Interessent(in) an einer Coachingausbildung also zunächst, zu was Sie bereit sind und erleben (bzw. vermeiden) wollen. Mitunter ergibt sich daraus von selbst, welcher Anbieter für Sie nicht in Frage kommt (z. B. Massenveranstaltung vs. ausgewählter Kreis / Sprintausbildung vs. Wachstumszeit).

Denn auch im Sport ist es so, dass man nur so gut ist, wie der Mitspieler es zulässt. Der Erfolg einer Coachingausbildung liegt damit wesentlich in den Händen der Teilnehmenden.
Denjenigen, die sich gestern gefeiert haben, war genau dies überdeutlich – daher auch gerne Tränen für eine einzigartige Seminarbeziehung, die sich untereinander entwickelt hat.

Sicherlich vermissen Ausbildungsteilnehmer noch den ein oder anderen Hinweis, der gerne per Kommentar ergänzt werden darf.

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Autor

Stephan Stockhausen

Veröffentlicht

18. Oktober 2009

Kategorien

Coaching