Speed-Dating
Ein schöner Frühlingsabend in einem spanischen Lokal. Rund 20 Selbständige und Unternehmer treffen sich zum geschäftlichen Speed-Dating. Was wird passieren? Ich kann es vorwegnehmen: meine verbindlichsten Kontakte entstehen vor und nach dem eigentlichen Schnelldurchlauf.
Diesen erlebe ich als hochspannend. Jede/r Tischpartner/in ist ein neuer Tanz und wie auf dem Parkett wird schnell deutlich, dass manche sich gern führen lassen. Sie überlassen mir das Gespräch, schaffen nur Floskeln und haben nach fünf Minuten kaum einen Anker in meinem Kopf setzen können. Wir hätten zwar noch weiterreden können, aber der Gesprächspartnerwechsel tut nicht wirklich weh.
Andere führen selbst gern, sind zwar gern bei sich, aber „Schwingung“ kommt so nicht auf. Auch hier hätte der Tanz noch weiterlaufen können, aber… Und es gibt auch diejenigen, mit denen genau dies entsteht. Innerhalb kurzer Zeit entsteht Gesprächsatmosphäre, ich spüre regelrecht, dass ich den Platz nicht wechseln will. Beiderseitiges Interesse an dem Menschen hinter der Visitenkarte und dem Geschäft steht im Vordergrund. Da macht der Abend Spaß und lockt zur Wiederholung.
Was bleibt? Am Ende nehme ich einen kleinen Stapel Visitenkarten mit. Bei einzelnen melde ich mich noch gezielt, um den ersten Kontakt zu vertiefen oder mehr zu erfahren. Einem Teilnehmer biete ich an, in meinem Netzwerk seine Personalsuche zu streuen und die nächste Einladung zu einem solchen Abend nehme ich gerne noch einmal an. Das schnelle Umschalten auf wechselnde Gesprächspartner bei gleichbleibender Aufmerksamkeit ist zwar anstrengend, macht aber auch Spaß. Das ist zwar nicht verbindlich, jedoch sehr vergnüglich.
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Autor
Stephan Stockhausen
Veröffentlicht
16. April 2010
Claudia Hilker am 16. April 2010:
Hallo Herr Stockhausen.
das liest sich locker und interessant - genauso wie der Abend war.
Meine Bilanz sieht ähnlich aus: Es war ein netter Abend und ich habe zwei bis drei interessante Kontakte gewonnen. Dazu ein leckeres Tapas-Essen und kurzweilige Gespräche im gemütlichen Rahmen.
Der dreiminütige Wechsel ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Aber vielleicht trainiert es, schneller und prägnanter auf den Punkt zu kommen und nachhaltige WOW-Effekte im Hirn zu ankern.
Versuch macht klug! Ich fand, es war ein gelungener Abend und werde das Event-Format weiter empfehlen und gerne wiederholen.
Schönes Wochenend und bis bald!
Herzliche Grüße aus Düsseldorf
Claudia Hilker