Manufaktur für Wachstum

Schachtzeichen

Heute mittag sollten die Schachtzeichen gestartet werden, eine Installation der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet an über 300 ehemaligen Bergbauschächten. Diesen Start wollte ich gleich mal mit der Kamera einfangen.

Ernüchternd: bereits vor der Zeit schweben die ersten vereinzelten gelben Ballone, da hat der Uhrenvergleich wohl nicht gepasst?! Zugleich spielt das Wetter nur bedingt mit, es ist viel zu diesig, um die Idee in ihrer Wirkung erkennen oder gar fotografieren zu können. Schade.

Dennoch stehe ich nicht allein auf dem Aussichtspunkt. Die Idee scheint neugierig zu machen und um mich herum höre ich Kölsche Mundart und Väter, die ihren Kindern den Hintergrund der Aktion erläutern. Spannend wird es sicher, sich die Orte der Bergbaugeschichte nicht nur aus der Vogelperspektive anzuschauen, sondern auch die Froschperspektive einzunehmen. Wie sieht es heute dort aus? Was hat sich verändert? Was ist Neues entstanden?

So kann die Aktion zugleich auch eine persönliche Inspiration werden. Ich habe jedenfalls den Tag über mal folgende Fragen wirken lassen:

  • An welchen persönlichen Schächten könnte ich eigentlich Ballone schweben lassen?
  • Welchen persönlichen Strukturwandel verbinde ich damit?
  • Und welchen will ich in Gang setzen?

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Autor

Stephan Stockhausen

Veröffentlicht

22. Mai 2010

Kategorien

Verschiedenes