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Macht - „Pfui!“ oder „Her damit!“?

Macht - „Pfui!“ oder „Her damit!“?

Macht stammt von „machen“ ab. Irrtum. Etymologisch bedeutet das Wort so viel wie Können, Fähigkeit, Vermögen. Heißt das, wer macht, der kann auch?

Macht ist ein schönes philosophisches, sozialwissenschaftliches oder psychologisches Wort. Es begegnet uns immer wieder, manchmal auch als Macht eines Ringes, dessen Träger sich zum Gollum verwandelt.

Mitunter fragt man sich, warum dieser oder jener Macht bekommen hat. Mit dem ursprünglichen Wortsinn von Können/Fähigkeit kann das nicht immer zu tun haben. Menschen werden beispielsweise „weggelobt“, um dann mehr Schaden als zuvor anzurichten. Sie kommen in Verteilungskämpfen auf Posten, die sie selbst eigentlich abschaffen wollen (z. B. der aktuelle Bundesminister für Entwicklungshilfe).

Der Umgang mit Macht will geübt sein. Folgende Prototypen lassen sich dabei finden:

  1. Autoritäten; sie leben Verantwortung, Konsequenz, Respekt und Wertschätzung, bieten Sicherheit und Schutz, ggf. auch Expertenwissen und sorgen so für Vertrauen und Loyalität
  2. Verweigerer; Nichtsausüben von Macht führt zu entscheidungslahmen Organisationen, Gleichgültigkeit, unklaren Entscheidungswegen und -gründen und damit zu Abteilungsdenken und Insellösungen.
  3. Karrieristen; sie halten sich vornehmlich an die von Robert Greene beschriebenen sechs Gesetze der Macht:
    • Gib dich wie ein König, dann wirst du auch wie ein König behandelt.
    • Mach dich rar und betone das Gefälle zu anderen.
    • Setz dich auf das Informationsmonopol und beherrsche die Agenda.
    • Werde zum Mafia-Paten! Leistung nur gegen Gegenleistung.
    • Tarne und Täusche, um unberechenbar zu bleiben.
    • Beherrsche das Spiel von Intrige und Verleumdung.

Für manche scheint Macht eher Pfui zu sein. Auch das ist eine Form von Machtausübung. So wie man nicht nicht-kommunizieren kann. Dies zeugt zugleich von wenig Loyalität gegenüber dem anvertrauten Verantwortungsbereich.
Für andere ist Macht etwas Erstrebenswertes: für das eigene Ego, die eigene Karriere, im Grunde für den eigenen Narziss. Pfui. Loyalität allein gegenüber den eigenen Interessen greift leider zu kurz. Statt Macht sollten sie eher eine Überweisung für die Couch bekommen.
Andere erstreben macht, um im Sinne der Sache tätig zu werden. Sie streben Positionen an, erschaffen Organisationen, lassen sich wählen, um o.g. Autoritätsprinzipien zu leben. Dies ist auch eine Frage des Könnens (wie auch des Wollens), denn es gilt Loyalität gegenüber anderen, den gemeinsamen Interessen und sich selbst zu leben und zu bewahren.

Wenn Sie als Unternehmer oder Führungskraft Autorität sein wollen, begeistern wir uns gern für Sie.

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Autor

Stephan Stockhausen

Veröffentlicht

11. April 2011

Kategorien

Führung, Unternehmer