Manufaktur für Wachstum

Führungskräftemangel

Führungskräftemangel

Menschen zu führen ist ein ganz eigenes berufliches Feld. Die wenigsten sind darauf wirklich vorbereitet und ausgebildet.

Jahrelang hat Herr Schmitz tolle Ergebnisse im Vertrieb gebracht. So langsam scheint es an der Zeit, ihn dafür auch mit mehr Verantwortung zu belohnen. Man schickt ihn zu dem ein oder anderen Führungsseminar, um ihn dann für die neu geschaffene Teamleiterposition zu befördern. So die häufigste Logik in Unternehmen. In kleinen Unternehmen, die wachsen, wachsen zugleich die Menschen des Unternehmensstarts peu a peu in die sich aufbauenden Strukturen und erhalten damit Führungsverantwortung (und sei es nur, dass es der Unternehmer selbst ist).

Damit sind leider eine Reihe von Problemen vorprogrammiert. Gute Facharbeiter sind nicht zwingend gute Führungskräfte. Und gute Seminarveranstaltungen sind noch lange keine Berufsausbildung.
Die ersten Fallen, die auf Herrn Schmitz warten:

  • Als zuletzt erfolgreicher Vertriebler wird er entweder um gute Ratschläge gebeten oder diese ungefragt verteilen.
  • Gesteigertes Ansehen ist eines der schönsten Gefühle, die unser Gehirn kennt – und damit zu Konkurrenzkämpfen verführt, die in der neuen Rolle allenthalben ausbrechen können.
  • Wenn der Status per definitionem sich ändert, schalten alle Umstehenden auf „Alarm“ und werden misstrauisch; damit lauert ständig die Gefahr, missverstanden zu werden.

Nun hat Herr Schmitz bereits in der Vergangenheit im Vertrieb mit Menschen kooperiert, nämlich mit Kunden. In vielen anderen Berufsfeldern beschäftigen sich Facharbeiter im Wesentlichen mit Technik oder logischen Systemen; ihre mentalen Landkarten sind exakt darauf ausgerichtet und perfektioniert. Mit der Herausforderung, sich der Komplexität des menschlichen Miteinanders zu stellen, sind sie demzufolge heftig überfordert. Und dürfen dies im Interesse der Statuserhaltung nicht einmal (sich selbst gegenüber) zugeben. Ein gefährlicher Teufelskreis. Leider hat bis heute niemand ermitteln können, wie viel Wirtschaftsleistung tagtäglich in unproduktiven Interaktionen, Meetings, Gesprächen usw. verballert werden.

Was Herrn Schmitz helfen würde, wäre zunächst einmal eine gute Kenntnis über sich selbst, den eigenen Wertekodex (der zugleich Abbildung der eigenen Motiv- und Emotionssysteme ist) sowie die Möglichkeiten, das eigene Handeln zu steuern. Als Kurzreihe will ich dafür in nachfolgenden Blogs vorstellen:

  • sich selbst steuern
  • Achtsamkeit pflegen
  • Gelungenes Feedback
  • Veränderung initiieren und gestalten
  • Erfolgreiche Kooperation

Blogbeiträge können helfen, den eigenen Fokus auszurichten. Veränderung entsteht nicht in zweitägigen Workshops. Es bedarf dauernder Aufmerksamkeit für ein Thema. Auch Herr Schmitz lernt Französisch besser bei einem Daueraufenthalt in Paris als am heimischen Küchentisch mit seiner Frau. Daher kann es helfen, sich immer wieder inspirieren zu lassen, sich mit Fachliteratur zu beschäftigen, aktiven Austausch mit anderen zu pflegen, Coaching zu nutzen usw.
Unsere Ausbildung »„Führungspersönlichkeit“ »:http://www.die-fuehrungspersoenlichkeit.defördert exakt diesen Entwicklungsgedanken.

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Autor

Stephan Stockhausen

Veröffentlicht

17. Oktober 2011

Kategorien

Führung