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Eulen und Lerchen

Eulen und Lerchen

Wir kennen alle die Einteilung in Eulen und Lerchen oder Frühaufsteher und Langschläfer. Dahinter verbergen sich körpereigene Prozesse; diese zu kennen, kann helfen, den eigenen Tag sinnvoller zu gestalten.

Hinter der Nasenwurzel sitzt die menschliche Körperuhr. Sie arbeitet mit Präzision und mit Hilfe der morgendlichen und abendlichen Lichtimpulse. Dies benötigt diese Zentraluhr, damit unser Organismus jeden Tag neu auf Tag und Nacht ausgerichtet wird. Denn jeder Mensch hat ein ganz eigenes Tempo der inneren Uhr (und damit bestimmter Stoffwechselprozesse), das mit der Außenwelt synchronisiert werden muss.

Die Steuerung geschieht zentral über das Sonnenlicht. Daher können Sie es nutzen, um Ihre natürliche Veranlagung etwas zu steuern. Lerchen verbringen hierzu am besten am Nachmittag oder frühen Abend Zeit im Sonnenlicht und verdunkeln ihr Schlafzimmer in der Nacht. Eulen dagegen sollten ohne Vorhänge schlafen und vormittags spazieren gehen. Dies bringt zumindest etwas.
Wobei der grundsätzliche Tipp ohnehin lautet, sich überhaupt an‘s Tageslicht zu bewegen. Wer sich viel in Räumen und damit im Einfluss künstlicher Lichtquellen aufhält, irritiert damit dauerhaft seine Körperuhr. Dies rächt sich mit Konzentrations- und Schlafstörungen und mitunter auch mit Niedergeschlagenheit. Die gegenteilige Wirkung des Sonnenlichts kennen viele – erst recht, wenn sie biologisch gesehen tagtäglich in der Finsternis zubringen. Denn Kunstlicht kann Sonnenlicht nicht ersetzen (bestenfalls über sog. Tageslichtleuchten).

Unabhängig vom persönlichen Rhythmus folgen unsere Körper bestimmten Regeln:

  • eine Stunde nach dem Aufstehen kommt das Denken in Schwung – das Koffein im Kaffee unterstützt das Gehirn dabei
  • nach 3,5 Stunden ist Ihr Verstand in Hochform, das logische Denken funktioniert hervorragend (Der Unterschied zu Ihren leistungsschwächeren Stunden entspricht dem Genuss von ca. 3 Gläsern Wein).
  • nach sieben Stunden lässt die innere Erregung nach und Sie ermüden etwas (und daher ist die Pause in südlichen Ländern um die Mittagszeit ein Segen für jeden); ein kurzer Schlaf von max. 20 Minuten würde Ihrer Laune und Leistungsfähigkeit außerordentlich gut tun.
  • nach neun Stunden wird Ihre Reaktionszeit wieder kürzer; gerade einfache oder Routineaufgaben lassen sich nun gut bewältigen – dies hält nun weitere vier Stunden an
    in dieser Zeit ist auch Sport empfehlenswert, da unser Körper etwa sechs Stunden später besonders leicht einschlafen wird…
  • etwa 14 Stunden nach dem Aufstehen sorgt der Körper für erste Müdigkeitserscheinungen, so dass Sie sich spätestens zwei Stunden später Schlaf schenken sollten
  • der Magen leert sich morgens schneller als abends; daher ist ein üppiges Frühstück einem üppigen Abendessen vorzuziehen (es bleibt aber ein Mythos, dass spätes Essen dick mache)
  • mittags weniger Weißmehl und Zucker und dafür mehr Gemüse und Vollkorn sorgen für einen deutlich kleineren Leistungsabfall und geringere Müdigkeit

Sie können sich das Leben also erleichtern, wenn Sie im Einklang mit Ihrer inneren Uhr leben. Kennen Sie Ihren eigenen Rhythmus?
Um diesen herauszufinden helfen folgende Fragen:

  • Wann wachen Sie auf, wenn kein Wecker klingelt?
  • Wie lange brauchen Sie, um Ihre Sinne zu sortieren?
  • Was fällt Ihnen vormittags und was nachmittags leicht?
  • Wie schwankt Ihre Stimmung im Tagesverlauf?
  • Sie können aber auch eine Online-Hilfe nutzen.

Im Coaching begegnen uns regelmäßig Unternehmer und Führungskräfte, die ihren Umgang mit der Zeit verbessern wollen. Einer der ersten Schritte dabei ist für uns, mit Ihnen an der individuellen Führung der eigenen Person zu arbeiten.

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Autor

Stephan Stockhausen

Veröffentlicht

09. Dezember 2010

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