Manufaktur für Wachstum

Erfolgreiche Newsletter

Das Beachten bestimmter Regeln sowie die konsequente Beantwortung einiger Fragen hilft Ihnen, Kunden und Interessenten zu erfreuen statt zu verärgern und dabei Ihr Unternehmen positiv ins Gespräch zu bringen oder dort zu halten.

  • Wen darf ich eigentlich anschreiben?
    Newsletter sind unaufgefordert eher ein Zeitfresser oder Nervfaktor denn erwünschte Information. Noch immer werden Adressen gehandelt oder entgegen aller gesetzlichen Regelungen »recherchiert« und einfach adressiert. Grundsätzlich müssen Sie jedoch ein Einverständnis des Empfängers vorliegen haben. Ausnahmen sind bestehende Kundenbeziehungen, bei denen von einem Interesse an Ihren Angeboten ausgegangen werden kann. An anderer Stelle in diesem Blog habe ich darauf hingewiesen, wie man gegen unerwünschte Mailings und Newsletter vorgehen kann.
    Äußerst empfehlenswert ist für die rechtliche Prüfung des eigenen Vorgehens der entsprechende Eintrag im Blog des Rechtsanwalts Thomas Schwenke.
  • Wie komme ich an Kontaktadressen?
    Auf gar keinen Fall per Adresskauf. Ebenso nicht über blinde Recherche im Internet und ungefragter Aufnahme in die eigene Verteilerliste. Einerseits können natürlich die bisherigen Kunden in die Kontaktliste übernommen werden.
    Auf der eigenen Homepage sollte in jedem Fall eine Anmeldefunktion zum Newsletter enthalten sein (rechtliche Bedingungen hierzu s. o.). Eine interessante Beschreibung des Newsletters erhöht die Attraktivität, stellen Sie also den Nutzen für den Empfänger heraus. Das können exklusive Informationen, besondere Angebote o. ä. sein. Versetzen Sie sich in Ihren Empfänger und fragen sich selbst, was Sie ihm per Mailing an Nutzen stiften können. Hinweise auf den Newsletter können zudem in Ihrer Mailsignatur auftauchen. Zudem empfiehlt es sich, jedem Newsletter die Funktion der Weiterleitung anzufügen. Hat Ihr Mailing einen Wert, empfehlen die Empfänger gerne weiter, in diesem Fall, indem sie Ihr Mailing an andere weiterleiten.
  • Welchen technischen Schnickschnack darf ich mir erlauben?
    Technik begeistert nicht immer. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie reine Textnachrichten versenden. Diese werden seltener von Spam-Filtern erfasst und werden relativ einheitlich dargestellt. Sollten Sie jedoch Wert auf einen CI-konformen Informationsbrief legen, Fotos und Tabellen einbinden wollen etc., kommen Sie um einen html-Code nicht herum. Lassen Sie sich diesen von einem Experten anlegen, damit Ihre Nachrichten auch problemlos ankommen.
    Überfrachtete Mailings oder Dateianhänge sind zwar technisch möglich, führen aber seltener zu Begeisterung bei Ihren Empfängern. Die Wahrscheinlichkeit, dass z. B. Dateianhänge von Newslettern geöffnet werden, ist eher gering.
  • Worauf sollte ich konzeptionell und inhaltlich achten?
    Eine zentrale Forderung ist bereits genannt: Versetzen Sie sich in Ihre Empfänger und fragen Sie sich selbst: Welchen Nutzen will ich stiften. Davon hängt ganz entscheidend ab, in welcher Frequenz, mit welchen Themen, in welcher Sprache etc. Sie vorgehen sollten. Haben Sie unterschiedliche Zielgruppen – konzipieren Sie unterschiedliche Mailings. Fragen Sie sich selbst, ob Ihre Adressaten überhaupt per Mailing erreichbar sind, ob sie im Moment des Lesens tatsächlich reagieren können, welche Ansprache sie sich wünschen. Hier ist also kundenorientiertes Denken gefragt. Schlechte Newsletter sind ausschließlich produktorientiert.
    In jedem Fall sollte ein Newsletter Bestandteil einer Kommunikationsstruktur sein. Seien Sie innovativ und trauen sich »andere« Wege, zeigen Sie gebührende Zurückhaltung und vermeiden Aufdringlichkeit, verknüpfen Sie Infos aus dem Newsletter mit anderen Formen Ihrer Unternehmenskommunikation.
    Inhaltlich gilt die Maxime: Stiften Sie Nutzen!
  • Wie sorge ich dafür, dass mein Mailing auch wirklich gelesen wird?
    Stellen Sie sich selbst die Frage, ob Ihr Newsltter wirklich Newsletter heißen muss. Sie können zielgruppenspezifische oder nutzenorientierte Bezeichnungen entwickeln (Bsp.: der Newsletter der Manufaktur heißt Inspirationsbrief).
    Die Betreffzeile ist noch immer wie die Überschriften in der Zeitung entscheidend. Machen Sie neugierig, stellen Sie Fragen, geben Sie Antworten für eine heimliche Frage des Adressaten oder formulieren Sie direkt einen Nutzen. Nennen Sie Ihren Betreff auf jeden Fall nicht einfach nur »Firmenname-Newsletter«.
    Sprechen Sie Ihre Adressaten direkt an. Ein gutes Newsletterprogramm und eine gute Datenbank sorgen dafür, dass Sie Mailings individualisiert versenden können. Eine zielgruppenspezifische namentliche Ansprache fördert die Bereitschaft, Ihre Botschaft tatsächlich wahrzunehmen. Sorgen Sie also auch dafür, dass Sie als Absender eindeutig erkennbar werden.
    Schreiben Sie kurz und prägnant. Sorgen Sie für eine Textstruktur mit kleinen Absätzen statt einer Textwüste. Fordern Sie zum Handeln auf. Schöne Hinweise lesen Sie hierzu übrigens auch im Blog der Guerilla Marketing Group.
  • Welche Todsünden sollte ich vermeiden?
  • fehlendes Impressum: es muss klar erkennbar sein, wer für das betreffende Mailing die Verantwortung trägt
  • Versand am Montag: nach dem Wochenende sind Briefkästen meist recht voll, so dass die Lösch-Schwelle recht niedrig ist
  • Versand am Freitag: wenn alle ins Wochenende wollen, tendiert die Aufmerksamkeit für Ihre Informationen gegen Null
  • fehlender Abmeldehinweis: möglichst einfach sollte jeder Adressat die Möglichkeit haben, sich aus Ihrer Liste auszutragen – halten Sie sich an diesen Wunsch!
  • Faulheit: einfach nur einen Flyer zu versenden oder über »kalten Kaffee« zu berichten entbehrt der Logik des Newslettergedankens
  • Zeitverschwendung: je später Sie verraten, worum es Ihnen geht, je banaler Ihre Informationen sind, desto eher werden sich Ihre Adressaten abmelden

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem bisherigen Vorgehen?
Wir unterstützen Sie gern beim Aufbau einer Kommunikationsstrategie oder beim Überprüfen der bisherigen Kundenkommunikation oder vermitteln Sie an unsere Netzwerkpartner.

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Autor

Stephan Stockhausen

Veröffentlicht

15. Januar 2010

Kategorien

Unternehmer