Ehrbare Zitate
Im letzten Blog habe ich bereits auf den Zweck von Unternehmen aus Kundensicht geschrieben. Angesichts der Veränderung des Arbeitgebermarktes zum Arbeitnehmermarkt werden sich Unternehmen zukünftig wieder stärker dem Kunden »Beschäftigter« widmen müssen.
Das ist nicht neu, wie manches ehrbare Zitat zeigt:
Hermann Josef Abs, Deutsche Bank
»Gewinn ist notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschaften würden, um Gewinn zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur leben würden, um zu atmen.«
Robert Bosch, Bosch GmbH
„Die anständigste Art der Geschäftsführung ist auch die beständigste.«
»Geld verloren, nichts verloren. Vertrauen verloren, alles verloren.«
Richard Branson, Virgin Group
»Wir dürfen nicht die Generation sein, die verantwortlich für irreversible Umweltschäden ist. Wir müssen die Umwelt unseren Kindern genau so rein übergeben, wie wir sie von unseren Eltern erhalten haben.«
Alfred Krupp, Krupp-Werke
»Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein.
Hans Lutz Merkle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH
»Es gibt aber Dinge, die tut man einfach nicht.«
“Der Gewinn ist Maßstab, nicht Ziel eines Unternehmens.”
Michael Otto, Otto Group
»Wenn man das Glück des Erfolges hatte, sollte man etwas zurückgeben. Das hat nichts mit Almosen zu tun, sondern mit Solidargemeinschaft. Sonst funktioniert das Gemeinwesen nicht.«
Werner Otto, Gründer Otto Group
„Jede Firma hat einen Charakter. Wenn der verloren geht, verschwindet auch der Erfolg.“
„Oft genug scheitern Unternehmer, die ihre Tätigkeit in erster Linie auf den Gewinn ausrichten, weil sie letzten Endes ihrem Unternehmen nicht die tragende Säule gegeben haben, die darin besteht, eine Grundsatzmoral zu haben, grundsätzlich bestimmte Auffassungen zu vertreten, sich an sie zu halten und sich von ihnen auch leiten zu lassen.“
Walther Rathenau, AEG
»Ich habe niemals einen wirklich großen Geschäftsmann gesehen, dem das Verdienen die Hauptsache war.«
Werner von Siemens, Gründer der Siemens AG
„Für augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht.“
Götz Werner, Grüner dm-Markt
»Ich muss Verhältnisse schaffen, die bewirken, dass sich die Mitarbeiter selbst motivieren. Wenn sie das, was im Unternehmen getan wird, für sinnvoll erachten, identifizieren sie sich damit – und sagen: Hier bin ich Mensch, hier fühle ich mich wohl, hier bringe ich mich ein.«
Das Zitat Alfred Krupps fiel mir vor einigen Tagen in einer Fotoausstellung der Villa Hügel ins Auge. Ohne die Zeit der Industrialisierung als Arbeitnehmerparadies sehen zu wollen, zeigt es doch, dass gerade in Zeiten des Arbeitskräftemangels der Unternehmerblick andere Antworten hervorbringt. Seinerzeit entstanden Arbeitersiedlungen, Krankenhäuser, Konsumanstalten usw., deren Erbe noch heute lebt. Diese Investitionen dienten also nicht allein der Arbeitgeberattraktivität, sondern tatsächlich auch dem Gemeinwohl – bis heute.
Zugleich zeigen z. B. die Zitate Rathenaus oder Ottos, dass jedes Unternehmen einen einzigartigen Kern in sich trägt. Loyalität diesem Kern gegenüber ist der größte Erfolgsmotor, den sich Unternehmer wünschen können. Dafür können sie etwas tun. Wir machen gerne mit und fördern mit Ihnen diese Loyalität – bei Menschen in und um Ihr Unternehmen herum.
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Autor
Stephan Stockhausen
Veröffentlicht
26. Juli 2011
Kategorien
Unternehmenskultur, Führung, Unternehmer
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Stephan Stockhausen am 13. September 2011:
Eigene Ergänzungen aus einem Artikel über die erfolgreiche Unternehmenskultur der dm-Markt-Kette:
Götz Werner:
“Bonussysteme, die unterstellen, dass sich einer nur bewegt, wenn man ihm eine Wurst vorhält, sind menschenverachtend.”
Erich Harsch:
“Wir glauben, dass in jedem Menschen der Wunsch steckt, etwas Sinnvolles zu tun. Nur hat man es vielen abgewöhnt.”