Teamwork: Die 7 Todsünden eines Teams

Der Star ist die Mannschaft.
Es spielt die beste Elf, das sind nicht zwangsläufig die elf Besten.
Es gibt eine Menge (Fußball-)Weisheiten über Teams. Damit kooperativer Erfolg tatsächlich möglich ist, hier die 7 Todsünden, die Teams möglichst unterlassen sollten.

von Stephan Stockhausen am 22. September 2014 in Teamerfolg

Egoismus

Selbstverständlich verfolgen Menschen in Gruppen auch ganz persönliche eigene Ziele. Im Idealfall sind sie identisch mit dem Teamziel oder fördern dessen Erreichung wenigstens. Schwierig wird es, wenn Einzelinteressen Vorrang bekommen. Das ist ein Foulspiel im Team, das direkt eine gelbe Karte sehen sollte, wer nicht zur Kooperation in der Lage ist, sollte von seiner Verantwortung entbunden werden.
Demgegenüber fördern leider noch immer etliche etablierte Anreiz- und Bonussysteme Einzelkämpfertum und Neid.
Übrigens wollen auch Gruppen geführt sein. Integrative Führungsfiguren wirken in Teams jedoch effektiver als die klassischen Alphatiere. Wer seine (natürliche) Autorität einsetzt, um positiv auf den Teamgeist zu wirken, ist nachweislich erfolgreicher als der Traditionalist, der auf Wissen und/oder Macht gesetzt hat. Zumindest dann, wenn neben den Händen auch die Köpfe und Herzen für den gemeinsamen Erfolg wichtig sind.

Misstrauen

Nichts wirkt schwerer und wertiger als die Währung Vertrauen. Wer sich auf andere verlassen kann, ohne dann verlassen zu sein, konzentriert sich auf seinen besten Beitrag.
Absicherungsstrategien kosten unnötige Energie und hindern ein Team, seine volle Kraft zu entwickeln.

Starrköpfigkeit

“Das haben wir immer so gemacht.” “Man muss auch mal konsequent seinen Plan verfolgen.”
Wenn sich in Teams die Starrköpfigkeit breit macht, wird es oftmals schwierig, auf äußere Veränderungen zu reagieren. Schlimmstenfalls stirbt man den Dinosauriertod.
Regelmäßige Bilanz hält die Reflexionsfähigkeit wach. Mut und Kreativität, bisherige Entscheidungen oder Vorgehensweisen zu korrigieren, sorgen für Erneuerungs- und Anpassungsfähigkeit einer Gruppe.

Beliebigkeit und Wildwuchs

Wenn es egal wird, wie man gemeinsam zum Ziel kommen will oder wer welche Rolle und Verantwortlichkeit trägt, dann rennt man sich im Team zwangsläufig irgendwann über den Haufen.
Eine klare Idee, wie man das gemeinsame Ziel erreichen will und wer dazu was beitragen kann, trägt zur Fokussierung und Klarheit für alle bei.

Miesepetrigkeit

Nix gesagt ist genug gelobt.
Das hält sich hartnäckig.
Dabei spornt uns untereinander die Freude an Erreichtem, der Dank für Geleistetes, die Wertschätzung für seinen Beitrag intuitiv an, mehr für die Gruppe zu tun.

Scheinheiligkeit und Gleichmacherei

„Wir kommunizieren ja so gut miteinander.“
Dahinter steckt oftmals erst einmal das Fehlen von Reibung und Konflikten. Die scheinen manche Teams wie der Teufel das Weihwasser zu fürchten.
Ohne Reibung wird es für jedes Team schwer. Unterschiedlichkeit wird plattgemacht, Minimalkonsens herrscht und Störungen im Miteinander bleiben unter der Wasseroberfläche statt dank Klärung zu einer besseren Form des Miteinanders beizutragen.
Ob man ein Bier miteinander trinken kann oder tolle Weihnachtsfeiern miteinander verbringt, sagt noch gar nichts über die zwischenmenschliche Qualität in einem Team aus.
Ob man sich mit- und aneinander konstruktiv reiben und über Erwartungen sowie Bedürfnisse miteinander reden kann, sehr wohl.

Unfairness

Sozialen Ekel verarbeitet unser Gehirn in genau den Regionen, in denen auch körperlicher Ekel verarbeitet wird.
Daher finden wir manches Verhalten auch tatsächlich zum Kotzen und sind angewidert, wenn jemand mehr nimmt als er gibt. Das Grundprinzip, dass Geben und Nehmen ausgeglichen sein müssen, wirkt in sozialen Kontexten dauernd und hat uns evolutionär mit der Fähigkeit zur Empathie und zum Altruismus ausgestattet.
Parasitäres Verhalten rächt sich meist ebenso wie Schräglagen bei Belohnung oder Aufmerksamkeit.

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