Blogparade: Fortschritt in Beziehung

Auch in 2016 starten wir mit dem Hashtag #FortschrittBeziehung wieder eine Blogparade und drehen uns diesmal um das Thema Beziehung im unternehmerischen Alltag.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung und einen inspirierenden Austausch.

von Stephan Stockhausen am 15. February 2016 in Teamerfolg

Der Mensch lebt in Beziehungen. Er gestaltet sie und wird von ihnen beeinflusst.
Persönlichkeit wird somit zum dauerhaften Prozess, der sich v. a. aus Erfahrungen in und mit Beziehungen zu sich und anderen speist.
Im Unternehmenskontext spielen Beziehungen und ihre Qualität eine große, zumeist unbewusste, Rolle. Modernes Management hat versucht, sie zu operationalisieren, in Prozesse zu packen oder eben zu managen. Welche Grenzen das hat, ist allen bewusst, die um die Emotionalität in Beziehungen wissen.

Mit dieser Blogparade wollen wir einladen, über Sinn und Hebelpunkte zur qualitativen Verbesserung von Beziehungen nachzudenken.
In welchen unternehmerischen Handlungsfeldern mag ein Fortschritt in Beziehung nützlich sein?
Wie gelingt dieser Fortschritt überhaupt?
Wo sind Grenzen dieser Verbesserungsarbeit und wer trägt dafür Verantwortung?
Welche Auswirkungen hat Beziehungsfortschritt auf Identifikation, Motivation, Produktivität, Kundenerfolg?
Gibt es Beziehungen im Business, die zu gut sind also schlechter werden müssten?
Wie hilfreich sind moderne Kommunikationsmittel in der Beziehungsarbeit?
Das mögen beispielhaft Fragen sein, um die sich Beiträge drehen können. Wir freuen uns auf kontroverse, bereichernde und inspirierende Beiträge und auf einen Diskurs rund um die Beziehungsarbeit mit und für Menschen im unternehmerischen Alltag.

Unter dem Hashtag #FortschrittBeziehung sorgen wir (gern mit Ihrer Hilfe) für Promotion der Beiträge in den Kanälen Xing, Twitter, Facebook und Google+. Wenn Sie mit eigenen Beiträgen mitmachen wollen, senden Sie uns diese bitte entweder als Gastbeitrag oder den Link auf Ihre Veröffentlichung, in der Sie bitte diese Seite der Blogparade im Gegenzug verlinken. Und lassen Sie Ihr Netzwerk davon wissen.
Wir schließen die Blogparade püntklich zu den Osterferien am 15. April 2016.

Bisherige Beiträge

Unser Themenbezug

Wie sehr uns Menschen der Wunsch nach guten und stimmigen Beziehungen eint, erlebe ich übrigens immer wieder in Teamsituationen oder bei der Klärung unternehmerischer Leitbilder.
Die Worte ähneln einander und geben damit Hinweis auf die Grundbedürfnisse, die uns alle verbinden:

  • Sicherheit: Angst ist ein Energiefresser und -blockierer, sich gut aufgehoben zu fühlen ist eine Zutat für kreatives und mutiges Engagement
  • Zugehörigkeit: Teil einer Gruppe zu sein, gehört zu den Erfolgszutaten menschlicher Evolution, daher ist WIR ein Gefühl, das wir uns alle wünschen
  • Fairness: Beziehungen leben vom Ausgleich zwischen Geben und Nehmen und daher sind wir zum Teilen bereit - wenn das keine Einbahnstraße ist
  • Autonomie: Selbstwirksamkeit, seinen Beitrag sehen zu können und damit Individuum zu sein, ist der Gegenpol zu unserer Gemeinschaftstendenz und damit einer der Gründe, warum wir es als schmerzhaft erleben, wenn einfach über uns entschieden wird oder wir auf Personalnummern reduziert werden
  • Status: dieses Bedürfnis entspringt der Mischung aus Gruppen- und Eigensinn, denn wir wissen ganz gern, was unser Platz ist - und der muss nicht immer ganz vorne sein, sollte nur nicht dauernd wechseln

Ich habe mal zwei Beispiele aus der Praxis zusammengetragen, wie dies dann nach der Klärung in Worten klingt. Der Vorwurf dazu ist mitunter, das sei austauschbar, nix Spezielles.
Das stimmt oftmals, denn es drücken sich natürliche menschliche Bedürfnisse an Beziehungen aus. Die eigentliche Kraft entsteht dadurch, dass diese Sätze alle Ergebnis intensiver Reflexion und Auseinandersetzung mit aktuellem Alltag und seinen Problemen sind. Und sie bekommen Relevanz dadurch, dass sie über längere Zeit inhaltlicher roter Faden von Supervision oder Reflexion sind.

Durchgängige Erfahrung in diesen Prozessen: aus dem initiierten Fortschritt in Beziehung entsteht Fortschritt im Ergebnis: Innovation, Produktivität, Beschleunigung, Kundenzufriedenheit usw.

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